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Die „Bleichen Berge“ Das ist der ursprüngliche Name der Dolomiten, bevor er ein Beispiel für verwundene und für Laien schwer nachvollziehbare Resultate geologischer Nomenklatur wurde.

Es war der französische Naturforscher Déodat de Dolomieu (1750-1801), der im fernen Jahr 1789 erstmals Gesteinsproben von diesen Bergen nahm und herausfand, dass es sich nicht um normalen Kalkstein, sondern um ein Calcium- und Magnesiumcarbonat handelt. Wenig später wurde nicht nur das Mineral, sondern gleich die gesamte Gebirgsgruppe nach ihrem Entdecker benannt.
Entstanden sind die Dolomiten vor 260 Millionen Jahren knapp unterhalb der Oberfläche der Tethys (Urmeer) durch die Ablagerung von Unmengen an abgestorbenen Schalentieren. Über viele Jahrmillionen entstanden durch die schier unvorstellbare Menge an fossilen Kleinstlebewesen enorme Korallenriffe und Atolle, die teils auch in den „jetzigen“ Dolomiten noch klar zu erkennen sind.
Bei der Kontinentalverschiebung, die vor ca. 65 Millionen Jahren einsetzte, begann die Heraushebung der gesamten Alpen und somit auch jene der Dolomiten. Die Afrikanische Platte schob sich über die Eurasische Platte und hob die auf ihr liegenden Dolomiten weit über tausend Meter in die Höhe. Die Kräfte der Erosion waren es wiederum, die diesen Bergen durch das Wechselspiel von Kälte, Hitze, Wasser und Wind in den letzten Jahrmillionen zu ihrem momentanen Aussehen verhalfen. Vor allem die Eiszeiten haben kräftig dabei mitgeholfen, aus den an die Oberfläche gehobenen Gesteinspaketen jene bizarren Felsgebilde heraus zu modellieren, die so charakteristisch und typisch für die Dolomiten sind. Für Menschen mit einem Hang zur Geologie präsentiert sich diese einzigartige Gebirgslandschaft wie ein gigantisches Buch aus Stein, in dem man die Seiten der Erdgeschichte durchblättern kann.
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