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Dolomiten im Winter
Winter in den Dolomiten 
Die Dolomiten haben im Winter zwei vollkommen unterschiedliche Gesichter. Das eine heißt „Dolomiti Superski“, ist das größte Skikarussell der Welt und beschreibt sich selbst folgendermaßen: „Gibt es Schöneres als im Anblick der schroffen Felstürme und kolossalen Bergmassive der Dolomitengipfel auf verschneiten Sonnenhängen zu Tale zu gleiten? Natur pur soweit das Auge reicht. Dolomiti Superski verspricht Ihnen 12 Skigenuss Regionen und 1.200 km schneesichere Pisten mit nur einem bequemen Ticket!“ Das andere Gesicht ist geprägt von 3 Eigenschaften: Einsamkeit, Unzugänglichkeit und landschaftlicher Schönheit. Bei durchschnittlich 3,2m Schnee-Niederschlag pro Winter in der Ortschaft Sexten unter den Drei Zinnen ist zumindest die Einsamkeit abseits der Zivilisation nicht weiter verwunderlich. Seit jeher haben die einheimischen Talbewohner das Gebirge im Winter gefürchtet und gemieden, sodass selbst die Jäger in der kalten Jahreszeit kaum über die Vegetationsgrenze gestiegen sind. Erst im 20sten Jahrhundert sind zaghafte alpintouristische Vorstöße in die winterlichen Dolomiten gewagt worden und im Laufe der Jahre wurden Teilstücke dieses wilden Felsgebirges mit Seilbahnen, Pisten und Hütten erschlossen und für die Massen zugänglich gemacht. Der weit größere Rest ist unerschlossen geblieben und interessanterweise auch in alpinistischer Hinsicht, ausgenommen einiger spektakulären Winterbegehungen der großen Dolomitenwände, weit hinter dem sommerlichen Andrang zurückgeblieben. So ist in den Dolomiten im Winter und abseits der Pisten auch heute noch der Begriff „unberührte Natur“ wörtlich zu nehmen, auch wenn ihre Beliebtheit bei Skitourengehern und Schneeschuhwanderern stark im Steigen ist.
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