Die Hohe Tatra scheint wegen ihrer geografischen Lage -ihre Gipfel bilden die Grenze zwischen Polen und der Slowakei- ziemlich abseits zu liegen. Mit ihrer vergleichsweise "zwergenhaften" Ausdehnung von 27 km Länge und 5 km Breite ist sie das kleinste Hochgebirge der Welt und gehört zu den Karpaten. Dennoch ist die Erreichbarkeit per Zug, Auto oder Flugzeug (Krakau) gut gegeben, oft sogar besser als manch abgelegene Ecke in den Alpen. Auch braucht die Tatra mit bis zu 2654 Meter hohen Gipfeln aus schwarzem Granit, mit steilen Felswänden und rassigen Skitouren einen Vergleich mit den Alpen keineswegs zu scheuen. Die beiden Gebirge sind sich sehr ähnlich, die Hohe Tatra ist aber um vieles wilder und einsamer als die Alpen. Auch hier gibt es eine ausgeprägte Tradition im Sommerbergsteigen und Klettern. Trotz der schneereichen Winter sind in diesem Winkel noch wenig Skitourengeher zu sehen. Diese Sportart ist dort noch nicht sehr bekannt, auch wenn es viele leichte bis anspruchsvolle, aber vor allem lohnende Skitouren und Überschreitungen gibt. Die schönsten haben wir in diesem Wochenprogramm zusammengefasst. Hervorzuheben ist die große Gastlichkeit, die netten Hotels und urigen Hütten, welche sehr gut geführt sind und sämtliche Erwartungen übertreffen. Wir reisen endspannt mit dem Zug nach Bratislava und mieten vor Ort einen Kleinbus, der genügend Flexibilität garantiert.