Diese etwas andere Dolomitendurchquerung verläuft nicht dort, wo sich im Sommer die Massen von Wanderern gegenseitig auf die Zehen steigen, sondern abseits der Touristenströme, auf selten begangenen Wegen oder weglos quer durch die Berge. Wir begehen den nördlichsten Teil der Dolomiten, zwar in Sichtweite der berühmten Drei Zinnen, aber trotzdem meist allein auf weiter Flur.

Zum Übernachten nutzen wir natürlich die vorhandenen Berghütten, wobei wir mindestens zweimal auf einer Alm unter freiem Himmel oder im Zelt schlafen werden. Mit dabei sein kann, wer bereit ist, Neues und Unbekanntes auszuprobieren. Flexibilität und die Lust, die wildesten und verstecktesten Winkel der Dolomiten kennenzulernen, sind die besten Zutaten für ein gutes Gelingen dieser Woche. Wirkliches Kletterkönnen ist für die Durchquerung nicht notwendig. Die eine oder andere unangenehme Schuttpassage wird sich aber nicht verhindern lassen. Auch einige kurze, ausgesetzte Gratpassagen müssen überkraxelt werden. Die Kletterschwierigkeit wird aber den 2.Grad nie überschreiten. Dafür hat der Bergführer ein Seil im Rucksack, das, wenn notwendig, zum Einsatz kommt. Selbständiges und sicheres Gehen im weglosen Gelände muss man allerdings beherrschen, um die einzelnen Etappen auch genießen zu können. Mit einem Höhenunterschied von maximal 1300hm pro Tag handelt es sich zwar um ordentliche Tagestouren, die aber keine übermäßig große körperliche Kondition voraussetzen. Der Ausgangspunkt der Tour befindet sich in der Nähe der Drei Zinnen und ankommen werden wir dort, wo die Dolomiten ins Pustertal auslaufen und somit ihre nördlichste Grenze haben. Der geplante Wegverlauf wird bei Anmeldung mit den Toureninformationen mitgeschickt.