Das Passeiertal führt von Meran in nördliche Richtung auf das im Winter gesperrte Timmelsjoch und teilt sich unterwegs in verschieden ausgerichtete Seitentäler. Für uns Tourengeher ist diese geographische Vielfalt interessant, weil sich dadurch Skitourenmöglichkeiten in allen Expositionen eröffnen. Von Pulver zum Firn, von kurz bis lang, von flach bis steil, im Passeiertal findet jeder seine ideale Tour. Dazu ist, bedingt durch seine Lage im meteorologischen Südstau, eine gute Schneelage im Passeier meist gesichert.

Die Ortschaft Rabenstein liegt, besonders im Winter, dermaßen abseits, eingekeilt und verlassen im hintersten Passeier, dass der Ort schon alleine durch seine außergewöhnliche Lage eine ganz besondere und fast unwirkliche Identität entwickelt hat. Weil hier Jeder von Jedem abhängt, ist die Dorfgemeinschaft felsenfest ausgeprägt und hat es so weit gebracht, im Hinterzimmer Südtirols jährlich den internationalen Eiskletterer Weltcup zu organisieren. Im Winter wird jeder Gast, außerhalb dieser zeitlich begrenzten Begebenheit, fast verwundert, auf jeden Fall aber sehr herzlich aufgenommen. Eigentlich ist man nicht Gast, sondern Freund des Hauses „Gasthof Rabenstein“ und gehört für diese Tourenwoche ein bisschen mit zur Familie.