Italien hat nicht nur den gesamten südlichen ALPEN-Bogen innerhalb seiner Landesgrenzen, sondern mit dem APENNIN auch eine zweite, landschaftlich einmalige Bergkette zu bieten. Diese reicht von Ligurien bis zum südlichsten Zipfel Kalabriens und ist gespickt von weithin unbekannten, aber für den Bergsteiger interessanten Zielen, von welchen wir die schönsten in diesen zwei Wochen ansteuern werden. Die Kirschen auf der Torte stellen neben dem höchsten Berg des Apennins, dem Corno Grande mit 2912m am Gran Sasso, wohl die kleine Inselperle Marettimo vor Sizilien dar. Somit haben wir uns mit diesem Programm an die derzeitig schwierige Fernreisen-Situation angepasst, verzichten auf das Flugzeug und steuern unserem Katalog eine klimafreundliche Berg- und Abenteuerreise im wunderbaren "Bella Italia" bei. Perlen des Apennins vom Gardasee bis nach Sizilien mit dem VW- Bus und der Fähre verspricht das Programm und, um dabei die Teilstrecken mit dem Auto erträglich zu halten, beginnen wir unsere Reise bald hinter dem Brenner, am Gardasee. Der technisch einfache, aber sehr ausgesetzte Schmugglersteig, der "Sentiero dei Contrabandieri" macht den Auftakt.

 

Die nächste Etappe führt uns dann in den Appennino Tosco-Emiliano. Unser Ausgangspunkt für die lange Gratüberscheitung mit kurzem Klettersteig ist eine traumhaft gelegene Berghütte mit ausgezeichneter Küche unterhalb des Monte Cusna, mit 2121m, dem höchsten Berges im Tosco-Emilianischen Apennin.

 

Weiter geht unsere Fahrt zum Gran Sasso in den Abruzzen, welchen wir von Süden über leichte Kletterei im I. Grad besteigen und natürlich lassen wir es uns auch nicht nehmen, in der einzigartigen Ruinenstadt Rocca Calascio zu nächtigen.

 

Von Neapel bringt uns die Fähre über Nacht nach Palermo, wo wir am kommenden Morgen bereits um 7:00 Uhr morgens ankommen. Ein Besuch des legendären Marktes von Ballerò in Palermo ist Pflicht, bevor wir in einer guten Stunde Autofahrt Trapani erreichen und noch am selben Tag mit dem Tragflügelboot nach Marettimo übersetzen. Diese kleine Insel vor der Westküste Siziliens gehört zu den drei Ägadischen Inseln (Favignana, Levanzo u Marettimo). Wegen ihrer Abgeschiedenheit, aber viel mehr wegen ihrer gebirgigen, wilden und zerklüfteten Beschaffenheit, ist Marettimo touristisch kaum erschlossen. Auf der ganzen Insel gibt es nur ein einziges Dorf, es gibt kaum eine Straße und es gibt so gut wie keinen „ebenen“ Fleck Erde. Dafür gibt es wunderbare Wanderwege, eine für das Mittelmeer unvergleichliche Steilküste, das größte geschützte „Meer-Reservat“ Europas, ca. 500 wildlebende Mufflons und steile Felswände, welche an die Dolomiten denken lassen. Die nächsten 4 Tage verbringen wir auf dem Barranchi Trek rund um die Insel: ein wahrer WILD TRAIL, mit 2 Nächten unter freiem Sternenhimmel an einsamen Stränden, direkt am Meer. Die letzten 2 Tage unserer Reise verbringen wir an den Felsen von San Vito Lo Capo, einem netten Ort an der Nordwestküste Siziliens, wo wir kletternd, wandernd, schwimmend den Urlaub ganz sizilianisch ausklingen lassen, bevor uns die Fähre von Palermo in 22 Stunden zurück nach Genua bringt und von dort aus nach Hause.

 

Anforderungen: Berg- und Klettersteigerfahrung (Schwierigkeit C/D), Kondition für mehrstündiges Gehen im WEGLOSEN Gelände, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind Grundvoraussetzungen. Kletterpassagen im I. Grad sollten ungesichert bewältigt werden können.