Die Begriffe "Via Ferrata" und "Brenta" werden oft in einem Satz genannt. Es bedarf auch keiner besonderen Italienischkentnisse, um die Inhalte einer solchen Zeile zu entschlüsseln. Keine andere Gebirgsgruppe in den Dolomiten kann mit einem so engmaschigen Netz an "Eisenwegen" (Klettersteigen) aufwarten, wie die zur Gänze auf italienischsprachigem Gebiet liegende Brentagruppe. Der Grund dafür ist die besondere geologische Formation der Brenta mit ihren ausgeprägten Bändern, die oftmals waagrecht durch die steilen und ausgesetzten Wände verlaufen. Über eben diese Bänder wurden die meist nur als einfach bis mittelschwierig eingestuften Klettersteige angelegt, die aufgrund der Steilheit der Wände oft deutlich schwieriger wirken, als sie dann in Wirklichkeit sind. Die einzelnen Klassiker der Brenta-Klettersteige lassen sich perfekt aneinanderderreihen und zu einer erlebnisreichen Durchquerung der Gruppe verbinden. Übernachtet wird dabei in den italienischen Hütten, die wie kleine Oasen mitten in der bizarren Felslandschaft der Brentagruppe wirken.

Programm: So: Anreise Madonna di Campiglio – Aufstieg über die Casinei auf die Tuckett-Hütte. Mo: Sosat-Klettersteig – Pedrotti-Hütte 2496m. Di: Sentiero Brentari-Agostini-Hütte 2410m. Mi: Via Ferrata Castiglioni – 12 Apostoli-Hütte – Bocca d’Ambiez – Agostini-Hütte 2410m. Do: Bocchette Centrali – Alimonta-Hütte 2600m. Fr: Bocchette Alte - Rifugio Casinei. Sa: Abstieg.