Die Drei Zinnen zählen zu den eindrucksvollsten Bergformationen der Alpen – markant, majestätisch und voller Geschichte. Unterwegs tauchen wir tief in die wilde Schönheit der Sextner Dolomiten ein: Schroffe Felswände, stille Hochtäler, aussichtsreiche Höhenwege und einsame Pfade wechseln sich ab und machen diese Tour zu einer intensiven Erfahrung. Auf rund 50 Kilometern in 4 Tages-Etappen wandern wir durch eine abwechslungsreiche Landschaft. Zwischen Lärchenwäldern, alpinen Seen, Hochalmen und felsigem Gelände öffnen sich immer neue Perspektiven – auf die mächtigen Nordwände der Drei Zinnen, die Sextner Sonnenuhr, die Cadini-Gruppe und zahlreiche Dolomitengipfel.
Auf den Hütten lassen wir die Tage in besonderer Atmosphäre ausklingen – mit regionaler Küche, ehrlichen Gesprächen und dem Gefühl, ganz im Moment angekommen zu sein. Wenn das Licht der untergehenden Sonne die Felsen zum Glühen bringt oder wir frühmorgens einen Sonnenaufgang erleben, entstehen jene stillen Augenblicke, die noch lange nachwirken.
Programm:
1. Tag:
Anreise nach Sexten, Treffpunkt um 08:30 Uhr Parkplatz Hofer in Sexten. Gemeinsam fahren wir mit dem öffentlichen Bus ins Fischleintal, den wohl schönsten Talschluss Südtirols. Nach einem gemütlichen Einstieg beginnt der steilere Aufstieg durch das wildromantische Altensteinertal. Umgeben von Rotwand, Einser, Dreischusterspitze und den Gipfeln der Sextner Sonnenuhr gewinnen wir rasch an Höhe. Von der Drei-Zinnen-Hütte führt ein aussichtsreicher Steig weiter über die Bödenseen bis zum Büllelejoch, von dort ist der Blick auf den Zwölferkofel überwältigend. Wenige Minuten später erreichen wir unser erstes Etappenziel – die Büllelejochhütte 2.528 m, eine der schönsten Hütten der Sextner Dolomiten - das Knödeltris ist meine persönlicher Geheimtipp zum Mittagessen.
Dauer: 6 h | Gehzeit: 4,5 h | Strecke: 10 km | 1.200 Hm bergauf | 100 Hm bergab
2. Tag:
Je nach Wetter starten wir optional mit einer Sonnenaufgangstour auf einen nahegelegenen Aussichtsgipfel – ein magischer Beginn des Tages. Anschließend folgen wir dem Dolomitenhöhenweg über den Lago di Cengia und den Paternsattel, wo die gewaltigen Nordwände der Drei Zinnen zum Greifen nah erscheinen. Über die Auronzo-Hütte steigen wir ins Rinbianco-Tal ab, durchqueren Lärchenwälder und Almflächen und steigen schließlich über die Forcella Rimbianco zur Fonda-Savio-Hütte 2.367 m auf. Ein kurzes seilversichertes Stück sorgt für zusätzliche Sicherheit und alpine Atmosphäre.
Dauer: 8 h | Gehzeit: 6 h | Strecke: 13,5 km | 860 Hm bergauf | 1.050 Hm bergab
3. Tag:
Ein landschaftlich äußerst abwechslungsreicher Tag. Über felsige Steige, Almrosenfelder und schattige Lärchenwälder steigen wir zum Lago d’Antorno ab. Anschließend führt der Weg durch Zirbenwald und über mehrere Scharten direkt vor die imposanten Nordwände der Drei Zinnen.
Mittagspause auf der Langalm (Long-Olbe) – bekannt für ihre nachhaltige, regionale Küche. Danach genießen wir eine entspannte Zeit an den Drei-Zinnen-Seen, bevor wir auf einem wenig begangenen Steig zum Paternsattel und weiter zur Lavaredo-Hütte (2.405 m) wandern.
Dauer: 8 h | Gehzeit: 5 h | Strecke: 13,5 km | 760 Hm bergauf | 770 Hm bergab
4. Tag:
Nach dem Frühstück steigen wir noch einmal zum Paternsattel auf und verabschieden uns bewusst von den Drei Zinnen. Der anschließende Abstieg führt durch unterschiedliche Landschaftsräume: Felsrinnen, Almmatten, Zirbenwälder und das stille Innerfeldtal.
Nach dem Mittagessen auf der Dreischusterhütte wandern wir gemütlich weiter talauswärts. Mit dem öffentlichen Bus kehren wir schließlich nach Sexten zurück – erfüllt von intensiven Tagen und besonderen Bergmomenten.
Dauer: 6 h | Gehzeit: 4,5 h | Strecke: 14 km | 230 Hm bergauf | 1.310 Hm bergab
Wenn das Wetter mitspielt:
Sonnenaufgangs- oder Sonnenuntergangstour an einen nahegelegenen Gipfel oder Aussichtspunkt – als besonderes Highlight der Woche