Der malerische Dolorama-Weg steht für Weite, Ruhe und sanfte Übergänge – eine Dolomitenlandschaft, die nicht laut ist, sondern wirkt. Wir wandern über offene Almlandschaften, aussichtsreiche Höhenwege und hinein in die stille Schönheit der Dolomiten. Schroffe Felsformationen wechseln sich mit sanften Wiesen, weiten Hochflächen und glitzernde Bergseen ab – die Landschaft entfaltet sich in ihrer ganzen Vielfalt. Auf rund 60 Kilometern in 4 Tages-Etappen erleben wir die Vielfalt Südtirols in all ihren Facetten: von der Rodenecker-Lüsner Alm über das Würzjoch bis zu den Geislern und hinab ins Eisacktal. Der Blick reicht weit – auf den markanten Peitlerkofel, die Geislerspitzen, das Langkofelmassiv und zahlreiche Gipfel der Dolomiten.

Diese Wanderreise ist ideal für alle, die das Unterwegssein in den Bergen genießen möchten und sich behutsam an ein mehrtägiges Bergabenteuer herantasten wollen. Die Wege sind technisch unschwierig, gut begehbar und laden zum bewussten Genusswandern ein – mit Zeit für Pausen, Gespräche und das Wahrnehmen der Landschaft. Wir übernachten nicht im klassischen Bettenlager, sondern in komfortablen Mehrbettzimmern mit Bettwäsche – ein angenehmer Rahmen, der die Wanderung besonders im Juni und Oktober entspannt und erholsam macht. Eine Hüttenübernachtung bedeutet, den Tag nicht im Tal zu beenden, sondern mitten in der Bergwelt zur Ruhe zu kommen – und am nächsten Morgen genau dort weiterzugehen, wo man aufgehört hat.


Programm:

1. Tag:
Anreise nach Mühlbach im Pustertal, Treffpunkt um 08:45 Uhr am Bahnhof in Mühlbach. Gemeinsame Fahrt mit dem öffentlichen Bus zum Ausgangspunkt am Parkplatz Zumis. Von hier wandern wir durch die weitläufigen Almlandschaften der Rodenecker-Lüsner Alm – eine offene, sanfte Bergwelt mit weitem Panorama. Weiter über die Roner Alm, Starkenfeldhütte und Steiner Alm erreichen wir die Kreuzwiesen Alm zur Mittagspause. Am Nachmittag steigen wir durch Wald und über Panoramawege weiter, vorbei am Glittner See und über das Lüsner Joch, bis wir schließlich die Maurerberghütte 2.157 m erreichen.

Dauer: 8,5 h | Gehzeit: 6,5 h | Strecke: 20,5 km | 870 Hm bergauf | 460 Hm bergab

2. Tag:
Von der Maurerberghütte wandern wir hinauf zum Würzjoch – dem „Tor zu den Dolomiten“. Mit jedem Schritt wird die Landschaft alpiner, die sanften Almformen gehen in schroffe Dolomitenstrukturen über. Wir umrunden den Peitlerkofel auf aussichtsreichen Wegen, begleitet von einer reichen Alpenflora und ständig wechselnden Blicken auf die umliegenden Gipfel. Nach der Mittagspause auf der Ütia Vaciara erreichen wir die Schlüterhütte 2.301 m. Nach Belieben unternehmen wir am Nachmittag noch einen kurzen Abstecher auf den Zendleser Kofel mit weitem Blick ins Villnösstal.

Dauer: 8 h | Gehzeit: 5,5 h | Strecke: 16 km | 760 Hm bergauf | 560 Hm bergab

3. Tag:
Dieser Wandertag steht ganz im Zeichen der Dolomiten – ihrer Formen, Farben und ihrer jahrmillionenalten Geschichte. Durch einen Zirbenwald steigen wir hinab zur Gampenalm und folgen anschließend dem berühmten Adolf-Munkel-Weg, der direkt am Fuß der Geislerwände entlangführt. Nach der Mittagspause auf der Brogles Alm verändert sich die Landschaft erneut: Die schroffen Felsen bleiben zurück, weite Almflächen und sanfte Wiesen öffnen sich nach Süden. Am Nachmittag erreichen wir die hoch über dem Grödnertal gelegene Raschötzhütte 2.170 m.

Dauer: 8 h | Gehzeit: 5,5 h | Strecke: 16,5 km | 590 Hm bergauf | 720 Hm bergab

4. Tag:
Der letzte Wandertag schenkt uns noch einmal große Ausblicke. Über die Heiligkreuz-Kapelle erreichen wir das Gipfelkreuz der Außerraschötz mit einem beeindruckenden Rundumblick auf die Dolomiten und das Eisacktal. Über breite Wege geht es hinab zur Ramitzler Schwaige und zur urigen Unterpulghütte, wo wir zum Mittagessen einkehren. Anschließend steigen wir über Almwege und Waldpfade talwärts, vorbei an bäuerlicher Kulturlandschaft bis wir das Dorf Lajen 1.093 m erreichen. Die Rückfahrt erfolgt mit öffentlichen Verkehrsmitteln wieder zurück nach Mühlbach im Pustertal.

Dauer: 5 h | Gehzeit: 3 h | Strecke: 10 km | 30 Hm bergauf | 1.120 Hm bergab


Wenn das Wetter mitspielt:
Sonnenaufgangs- oder Sonnenuntergangstour an einen nahegelegenen Gipfel oder Aussichtspunkt – als besonderes Highlight der Woche