Nach einem Jahr Pause kehrt das
Dolorock Climbing Festival im Herzen der Sextner Dolomiten vom 12. bis 14. Juni mit neuer Energie und frischen Ideen zurück – und bleibt dabei doch seiner ursprünglichen Vision treu. Was sich über mehr als ein Jahrzehnt hinweg entwickelt hat, ist weit mehr als nur ein Kletterevent:
Dolorock steht für Gemeinschaft, für die Verbundenheit zum Fels und für die Idee, einen Ort zu schaffen, an dem sich Menschen über das Klettern hinaus begegnen.
Seinen Ursprung hat das Festival im Jahr
2012, als Peter Mair die Idee entwickelte, die Klettergebiete rund um das Höhlensteintal (Landro) durch ein gemeinschaftliches Event zu erhalten. Denn zu dieser Zeit waren Klettergärten nicht überall auf uneingeschränkte Akzeptanz gestoßen. Bereits ein Jahr später fand die erste Ausgabe statt. Parallel dazu wurde der
Gamatzn Kletterverein gegründet – mit dem Ziel, die Erschließung und Pflege der zahlreichen Klettergärten langfristig zu sichern.
Das
Höhlensteintal selbst bildet das Herzstück des Festivals. In unmittelbarer Nähe zu den
weltbekannten Drei Zinnen entwickelte sich hier bereits in den 1980er-Jahren eine lebendige Sportkletterszene. Maßgeblich geprägt wurde die Region auch durch
Hannes Pfeifhofer aus Sexten, der über Jahre hinweg eine beeindruckende Anzahl an Routen und Sektoren erschloss – sowohl für leistungsorientierte Kletterer als auch für Einsteiger, Familien und Kinder. Heute weist das Tal eine außergewöhnlich hohe Dichte an Klettergärten auf und bietet damit ideale Voraussetzungen für das Festival.
Trotz seines Wachstums und zahlreicher Weiterentwicklungen hat sich der Charakter von
Dolorock nie grundlegend verändert. Das Festival war nie als klassischer Wettkampf gedacht, sondern als Plattform, die Menschen zusammenbringt. Im
Mittelpunkt steht das gemeinsame Klettern – unabhängig von Leistungsniveau oder Herkunft. Gleichzeitig versteht sich
Dolorock bewusst nicht als klassisches „Testival“: Markenstände, Produktpräsentationen und kommerzielle Ausstellungsflächen stehen hier nicht im Fokus – und waren es auch nie. Der Kern des Festivals liegt im Erlebnis am Fels und in der Begegnung innerhalb der Community.
Das sportliche Herzstück des Wochenendes bildet der
Redpointfight am Samstag. In insgesamt zehn verschiedenen Klettergärten sammeln die Teilnehmenden Punkte durch gekletterte Routen, wobei am Ende die fünf schwierigsten Begehungen in die Wertung einfließen. Neben dieser leistungsorientierten Komponente bietet das Format bewusst auch einen spielerischen Zugang: In der Kategorie „Mittelwert“ gewinnt jene Person, deren Punktzahl am nächsten am Durchschnitt aller Teilnehmenden liegt – und eröffnet damit auch Genusskletterinnen und -kletterern eine realistische Chance auf den Sieg.
Zentraler Treffpunkt des Festivals ist das
Dolorock Basecamp. Hier kommen die Teilnehmenden zusammen, übernachten im
Zelt oder im Van und erleben das Festival auch abseits des Felsens. Das Basecamp ist nicht nur logistischer Ausgangspunkt, sondern vor allem sozialer Mittelpunkt: Hier finden die Preisverteilung, die große Verlosung sowie die
legendäre Dolorock-Party statt, die den Samstagabend traditionell abschließt und das Gemeinschaftsgefühl des Events auf besondere Weise widerspiegelt.
In den vergangenen Jahren wurde das Festival organisatorisch weiterentwickelt und teilweise neu strukturiert. Dabei wurden auch neue Disziplinen wie
Slacklining und Highlining integriert. Mittlerweile stehen im Rahmen des Festivals mehrere Highlines in unterschiedlichen Höhen und Längen zur Verfügung, ergänzt durch kürzere Slacklines im Tal, die auch Unerfahrenen den Einstieg ermöglichen. So entsteht ein erweitertes Bewegungsfeld, das auch erfahrene Kletterer dazu einlädt, Neues auszuprobieren. Gleichzeitig wurde darauf geachtet, den ursprünglichen Gedanken nicht zu verwässern. Dolorock bleibt ein Festival, das sich bewusst am natürlichen Klettererlebnis orientiert: keine künstlichen Strukturen, keine abgeschlossenen Wettkampfbereiche, sondern Fels, Bewegung und Begegnung.
Neben dem sportlichen Aspekt spielen auch die gemeinsamen Momente abseits der Wand eine zentrale Rolle.
Musik, Gespräche und das Zusammensein nach einem langen Tag am Fels sind seit jeher ein fester Bestandteil des Festivals. Genau in dieser Verbindung aus Aktivität und Gemeinschaft liegt die besondere Stärke von
Dolorock. Mit der kommenden Ausgabe setzt das Festival diese Entwicklung fort. Dolorock kehrt nicht nur zurück, sondern schlägt ein neues Kapitel auf.