Santo Antão, die nördlichste, naturgewaltigste Insel der Kapverden, ist ein verschlafenes kleines Paradies mit einem Hauch von Afrika, wo das Leben ruhig und friedlich verläuft.
Steile Gebirgszüge, grüne, von senkrechten Felswänden flankierte Täler, mit tropischen Pflanzen bewachsene Berghänge, karge wüstenartige Hochebenen, beeindruckende gepflasterte Maultierpfade, liebevoll gepflegte Terrassenfelder: jeden Tag zeigt die Insel ein neues Gesicht, zwischen Bergen und Meer, zwischen sattem Grün und dem menschenleeren und fast vegetationslosen „Norte“. Auf dieser Wanderreise entdeckst du das wahre Kapverde, begleitet von unserem einheimischen Guide Odair und unserem Freund sowie Inselkenner Mirco aus Bozen.
Santo Antão ist die zweitgrößte Insel des Archipels der Kapverden, sie besitzt keinen Flughafen und keine umrundende Autostraße. Viele Orte der Insel sind ausschließlich zu Fuß erreichbar, was sie zu einem Paradies für Trekker und Wanderer macht. Santo Antão bietet unberührte Natur und einfache gastfreundliche Lebensweise.
Wir landen auf der Insel San Vincente und steuern mit der Fähre unser abgelegenes Ziel, den Hafen Porto Novo im Süden Santo Antãos an (1h).
Trocken und karg präsentiert sich die Ankunft auf der Insel, sie ist auf ihre ganz besondere Weise reizvoll und hat viel zu bieten: vulkanische Landschaften, tiefe Schluchten, abgelegene Wüsten, die wir abenteuerlich erwandern. Das Grün versteckt sich hinter den Bergen, auf der Nordseite der Insel. Die Grenze bildet ein zentraler Gebirgszug.
Unsere Touren führen über die gesamte Insel, mit täglichen Wanderungen von 5 bis 8 Stunden, Distanzen zwischen 5 und 20 Kilometern und Höhenunterschieden von 300 bis - in Summe zwischen Auf- und Abstiegen - 1.300 Metern. Es geht ins Landesinnere, hinauf durch grüne Täler, vorbei an kleinen Höfen an steilen Hängen. Hier durchqueren wir Zuckerrohrplantagen, Kaffee- Bananen- und Papayapflanzungen, Jamwurzel- und Maniokfelder, alles mit wenig Wasser auf Terrassen kunstvoll angelegt.
An der Westküste erreichen wir wunderbare Strände und malerische Dörfchen direkt am Strand, ohne Straßenzufahrt und - kaum vorstellbar- auch ohne Hafen. Wir erkunden die Küste auf einem gepflasterten Caminho von Punta do Sol nach Cruzinha da Garça und von Tarrafal nach Monte Trigo. Wir kehren in abenteuerlicher Fahrt mit dem Holzboot zurück und genießen abends frisch gefangenen Fisch.
Natürlich gönnen wir uns den höchsten Berg der Insel, den Krater des Vulkans Tope de Coroa 1.979m; der Höhepunkt dieses Tages bleibt aber der Abstieg in spektakulären Serpentinen über die Bordeira de Norte, eine Felswand, die fast senkrecht abfällt. Auf dem Programm stehen auch der Besuch einer lokalen Ziegenkäserei und einer Grogue-Destillerie, natürlich mit Verkostung.
Bei unseren Wanderungen erreichen wir fast täglich eine neue Unterkunft, übernachten in den Bergen in einfachen, familiären Pensionen, am Meer in von einheimischen Familien geführten Hotels. Das Gepäck wird außer an 2 Tagen nachgeliefert, was dieser Reise mehr den Flair eines Trekkings als einer klassischen Wanderreise verleiht.