Hubert Niederwolfsgruber

Jahrgang: 1965
Bergführer seit: 1991

Geboren wurde ich als Sonntagskind im Dezember 1965 in Brixen. Meine Kindheit verbrachte ich im Villnößtal, wo ich auch bis heute lebe. Nach dem Abschluss der Pflichtschule begann ich eine Tischlerlehre. Obwohl mitten in den Bergen aufgewachsen, durfte ich erst als zwölfjähriger den Kontakt mit den heimischen Bergen erfahren, als ich während der Sommerferien auf einer Schutzhütte direkt unter den Geislerspitzen arbeitete. Die Begeisterung für wilde, bizarre Landschaften, die bis heute ungebrochen ist, war somit geboren.

Mit 14 Jahren fing ich an, (nicht ganz ohne Risiko) als Autodidakt die steilen Felswände der Geislerspitzen zu erkunden.
Zum Abschluss meiner 13 jährigen Tischlerkarriere absolvierte ich noch schnell die Meisterprüfung um gleich darauf die Ausbildung zum Bergführer zu beginnen, die ich 1991 als Anwärter abschloss. Im Jahr darauf nahm ich meinen Bleistift vom Ohr und hängte endgültig Meterstab und Tischlerschürze an den (Fels)Haken um fortan als hauptberuflicher Bergführer mit Freunden und Gästen die staubfreie Luft in den Bergen der Welt zu genießen. Im Laufe meiner Führertätigkeit wurde ich 1998 ins Ausbildungsteam der Südtiroler Bergführer berufen.

Seit 95 bin ich verheiratet und habe zwei pfiffige Jungs mit meiner Frau Roswitha.
Nach dem Motto „ alles zu seiner Zeit“ sind meine alpinen Vorlieben Saisongerecht verteilt. Eine besondere Vorliebe sind Fernreisen, vor allem nach Südamerika.

Warum bist du Bergführer geworden?
Meine Kindheit verbrachte ich im Villnößtal, wo ich bis heute lebe. Nach dem Abschluss der Pflichtschule begann ich eine Tischlerlehre. Obwohl mitten in den Bergen aufgewachsen, durfte ich erst als zwölfjähriger den Kontakt mit den heimischen Bergen erfahren, als ich während der Sommerferien auf einer Schutzhütte direkt unter den Nordwänden der Geislerspitzen arbeitete. Die Neugier, was wohl auf und hinter den, das enge Tal begrenzenden Bergen ist, war allerdings schon viel früher geboren, und ist mir bis heute geblieben! Die Begeisterung für wilde, bizarre Landschaften, ist ungebrochen.

Was war für dich ein ganz besonderer Moment am Berg?
Highlights gab es viele…, die schönsten Momente sind mir immer, das Strahlen in den Augen meiner Kletter-/Skitourenpartner zu sehen.

Was glaubst du, welche besonderen Erfahrungen können Kunden mit einem Bergführer sammeln?
Über sich hinaus wachsen…

Was machst du privat, wenn ihr nicht als Bergführer arbeitet?
Klettern...was sonst!?

Wo hast du schon überall alpine Erfahrungen gesammelt?
Neben dem gesamten Alpenbogen bei zahlreichen Touren in Nord- & Südamerika, Kaukasus, Afrika, Nepal, Skandinavien und Island.

Was sind eure Lieblingsgebiete?
Wenn ich mich nach meinen Lieblingsgebieten frage, finde ich sie zweifellos in den nordischen Landschaften, im endlosen Horizont Skandinaviens und in der Wildnis der Isländischen Natur.
Eine ganz besondere Verbindung habe ich allerdings zu den Südamerikanischen Anden, wohin mich bereits viele Bergreisen geführt haben. Dort sind grenzenlose Weite, südländische Lebensweise und wilde Bergabenteuer einzigartig vereint. Ein Teil von meinem “ Corazón“ ist über die Jahre dort wohl hängen geblieben…