Eingebettet in die Bergwelt der Hohen Tauern liegt das Defereggental – ein Tal, das sich abseits großer Touristenströme seinen ursprünglichen Charakter bewahrt hat.
Die Deferegger Gipfelgeschichten führen von unserem festen Standort in St. Jakob jeden Tag auf eine neue Bergtour: zu aussichtsreichen Gipfeln, versteckten Bergseen, traditionellen Almen und über alte Wege, die seit Generationen durch die Berge führen. Die Touren sind persönlich zusammengestellt und verbinden bekannte Höhepunkte mit stilleren, weniger begangenen Wegen.
Begleitet wird die Woche von Janina, die selbst im Defereggental lebt und als Bergwanderführerin eng mit der Region verbunden ist. Unterwegs geht es deshalb nicht nur um die Gipfel, sondern auch um die Geschichten des Tales – um Almen, alte Wege, Bergarbeit und die Menschen, die diese Landschaft geprägt haben.
Sportlich wird es mit 800 bis 1.300 Höhenmetern und sechs bis sieben Stunden Gehzeit pro Tag. Dafür warten beeindruckende Ausblicke auf Großglockner, Großvenediger, die Lasörling- und Rieserfernergruppe und bis zu den Dolomiten.
Eine Woche für alle, die nicht nur Gipfel sammeln, sondern das Defereggental wirklich kennenlernen möchten – persönlich, ursprünglich und Schritt für Schritt.
Programm:
SO: Ankommen im Defereggental
Individuelle Anreise ins Defereggen. Beim gemeinsamen Abendessen lernt ihr eure Bergwanderführerin kennen und erhaltet einen Überblick über die bevorstehende Wanderwoche. Dabei besprechen wir das Programm und stimmen die einzelnen Touren auf Wetter, Bedingungen und die Gruppe ab.
MO: Bergseegenuss - Zwischen Almwiesen, Bergpanorama und kristallklarem Bergwasser
↑ ca. 910 Hm | Strecke 10,5 km | Gehzeit: ca. 5 Std.
Zum Auftakt der Wanderwoche geht es direkt hinein in die Bergwelt des Panargenkamms. Durch weitläufige Almwiesen führt der Weg hinauf in eine Landschaft, in der die Almwirtschaft noch heute gelebt wird. Milch wird irekt auf der Alm verarbeitet und die jahrhundertealte Verbindung zwischen Mensch, Tier und Berg ist bis heute spürbar. Weiter geht es hinauf zum Oberseitsee auf 2.576 m. Tiefblau liegt der Bergsee zwischen den schroffen Gipfeln und bildet einen eindrucksvollen Kontrast zur grünen Almlandschaft der unteren Höhenlagen. Nach einer ausgiebigen Pause führt der Weg durch die hochalpine Landschaft weiter zu einer gemütlichen Einkehr mit regionalen Spezialitäten. So lassen wir den ersten Bergtag in besonderer Bergkulisse ausklingen, bevor es zurück ins Tal geht.
Eine abwechslungsreiche Bergwanderung zwischen gelebter Almtradition, kristallklarem Bergsee und beeindruckender hochalpiner Landschaft.
DI: Alpiner Weitblick: Panorama-Wanderung von den Gritzer Seen zum Speikboden
↑ ca. 1.050 Hm | Strecke 14 km | Gehzeit: ca. 6,5 Std.
Bei dieser Wanderung geht es in die abgeschiedene Bergwelt der Lasörlinggruppe. Zwischen weiten Almwiesen und hohen Gipfeln liegen die Gritzer Seen, die sich eindrucksvoll in die ursprüngliche Landschaft einfügen. Auch eine traditionsreiche Schutzhütte liegt in dieser einsamen Gebirgsregion und bietet die Möglichkeit, bei einer gemütlichen Einkehr die besondere Atmosphäre der Berge zu genießen. Ein weiterer Höhepunkt der Wanderung ist der Speikboden, dessen Name auf den Echten Speik zurückgeht – eine intensiv duftende Pflanze, die hier in den alpinen Regionen wächst und früher gesammelt und sogar über die Alpen hinaus gehandelt wurde. Immer wieder eröffnen sich während der Wanderung weite Blicke über das Defereggental und auf die umliegenden Dreitausender, wie Großglockner und Großvenediger.
Ein eindrucksvoller Bergtag, der stille Berglandschaften, alpine Geschichte und große Panoramen miteinander verbindet.
MI: Almgenuss: Osttiroler Bergidylle mit gemütlicher Einkehr auf der Brugger Alm
↑ ca. 1.300 Hm | Strecke 12,5 km | Gehzeit: ca. 7 Std.
Direkt in St. Jakob beginnt der stetige Aufstieg durch Bergwald und Almwiesen. Ein Wetterkreuz entlang des Pfads erinnert dabei an die enge Verbindung zwischen den Menschen im Tal und den Bergen. Hier wurde früher um Schutz vor Unwettern und eine gute Ernte gebetet – eine Tradition, die viel über das Leben in den Bergen erzählt. Weiter oben warten weitläufige Aussichten und mit der Langschneid auf 2.688 m ein Gipfel, dessen Ruhe man genießen kann. Von hier reicht der Blick weit über das Defereggental und die umliegenden Bergketten bis hin zum Großglockner und den Dolomiten. Auch die traditionelle Almwirtschaft ist auf dieser Wanderung immer wieder präsent. Seit Jahrhunderten verbringen Bauernfamilien hier den Sommer mit ihrem Vieh und stellen aus der frischen Almmilch regionale Spezialitäten her. Bei einer gemütlichen Einkehr genießen wir hausgemachte Osttiroler Schmankerl und lassen die Gipfelrunde entspannt ausklingen.
Eine abwechslungsreiche Bergwanderung mit Gipfelpanorama, gelebter Almtradition und kleinen Einblicken in die Geschichte des Defereggentals.
DO: Bergtour: Auf den Spuren der Einheimischen
↑ ca. 1.250 Hm | Strecke 12,5 km | Gehzeit: ca. 6,5 Std.
Diese Rundwanderung ist ein echter Geheimtipp. Auf teilweise wenig begangenen Wegen geht es durch eine Berglandschaft, in der die Pfade nicht immer eindeutig erkennbar sind und man seinen Weg stellenweise noch richtig entdecken muss. Über weitläufige Wiesen und zunehmend hochalpines Gelände steigt die Tour weiter an, bis sich der Blick immer weiter öffnet. Der anspruchsvolle Gipfelanstieg verlangt Kondition und Trittsicherheit – doch oben angekommen, wird die Mühe mehr als belohnt. Am Gipfel wartet ein Panorama vom Feinsten: Der Blick reicht über die beeindruckenden Gipfel der Hohen Tauern mit Großglockner und Hochgall bis weit hinein in die umliegende Bergwelt. Bei klarer Sicht zeichnen sich sogar die Dolomiten am Horizont ab. Der Abstieg bietet die Möglichkeit zu einer gemütlichen Einkehr mit regionalen Spezialitäten. Ein Wasserfall sorgt am Ende der Wanderung noch einmal für einen schönen Kontrast zur hochalpinen Landschaft des Gipfels.
Eine besondere Bergwanderung für alle, die Osttirol abseits der bekannten Wege erleben und sich ihren Gipfelblick gerne erarbeiten möchten.
FR: Grenzblick : Zwischen Osttirol & Südtirol
↑ ca. 980 Hm (Abstieg: 1.120 hm)| Strecke 14,5 km | Gehzeit: ca. 6,5 Std.
Heute geht es auf eine Wanderung, deren Geschichte eng mit der Grenze zwischen Österreich und Italien verbunden ist. Alte Übergänge führen durch eine Landschaft, die heute vor allem wegen ihrer Weite und ihrer beeindruckenden Bergpanoramen geschätzt wird. Ein besonderer Höhepunkt ist das Gsieser Törl, ein historischer Übergang zwischen dem Defereggental und dem Südtiroler Gsiesertal. Über Jahrhunderte war diese Gegend eine abgelegene Grenzregion. In den schwierigen Jahren nach den Weltkriegen wurden die Bergwege auch von Schmugglern genutzt, die Lebensmittel, Tabak und andere Waren über die Berge brachten. Noch heute erzählen die alten Wege und Übergänge von dieser bewegten Vergangenheit. Dazu kommen weite Ausblicke auf die umliegende Bergwelt und eine abwechslungsreiche alpine Landschaft.
Eine Wanderung bei der Natur, Geschichte und das besondere Gefühl einer alten Grenzregion zusammenkommen.
SA: Servus und bis zum nächsten Bergsommer!
Nach dem Frühstück individuelle Abreise aus dem Defereggental – mit neuen Gipfelerlebnissen, Geschichten aus den
Bergen und hoffentlich dem Wunsch, wiederzukommen.